Zwiespalt

Verflixt, da bin ich endlich mit dem Lernen in die Pötte gekommen und scheine meinen Weg gefunden zu haben. Gerade lief es so schön. Und nun bröckelt es an allen Enden. Es kommt mir viel Unerwartetes dazwischen und ich muss über eine Vielzahl von Steinen in meinem Weg steigen. Woher kommen die alle auf einmal? Legt mir jemand die absichtlich hin? Oder bin ich plötzlich einfach gut im Steine finden?
Der größte davon ist ein regelrechter Fels, der zudem noch wunderschön ist. Eine Idee zu einem wirklich attraktiven Projekt, das sowohl in Arbeitsaufwand als auch in Nutzen mit dem HPP mithalten kann. Aber ich kann die kommenden 1½ Jahre nur einmal verplanen. Da bin ich richtig gespannt, wie ich mich entscheiden werde.

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Mnemotechnik

Ich habe mich mit den verflixten Codierungen der ICD herumgeschlagen und sie drohten, zu gewinnen. Wann immer ich eine Lernkarte zog, auf der etwas wie “F4″ stand, hatte ich nur das Gefühl von “Woher soll ich das denn wissen?!” Manchmal ist man ja vernagelt. Gestern fiel mir dann ein, dass ich doch eigentlich mal Mnemotechniken gelernt habe. Ich müsste doch nur die Zahl irgendwie mit dem Thema verbinden. Innerhalb weniger Minuten hatte ich Zuordnungen gefunden. Sie entbehren weitgehend der Eleganz und teilweise sogar einer noch so verschrobenen Logik:

Merksatz Assoziation Kategorie
0 wie O Organisch Organische, einschließlich symptomatische psychische Störungen
Eine Substanz macht krank Abhängigkeit Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
Zwei Seelen in der schizophrenen Brust Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
Drei affektive Störungen Affektive Störungen
Vier Ecken hat der Fahrstuhl Klaustrophobie Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
Fünf mal Tag Obst essen Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit körperlichen Störungen oder Faktoren
Sechs wie Sex Sexualstörungen Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
7 * 10 ist Minimum Intelligenzminderung
Acht-ung Entwick-lung Entwicklungsstörungen
Mit Neun ist man noch Kind Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend

Gerade weil die Merksätze eher schön schräg denn schön sind, lassen sie sich merken. Ich habe tatsächlich alle Kategorien hier auswendig hinschreiben können. Wenn du mit meinen Merksätzen nichts anfangen kannst, ist das ganz natürlich. Die müssen wirklich individuell gestrickt sein. Mach mal!

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… und weiter geht’s!

Krankheitsbedingt hatte ich das Lernen schleifen lassen. Habe ich alles gesagt, die fragten. Habe ich mir selbst weisgemacht. Mir war es einfach ein Stückchen über den Kopf gewachsen und ich war mir unsicher, wie genau ich denn lernen müsste, um die Prüfung irgendwann bestehen zu können. Lerne ich nicht vielleicht viel zu viel?

Plötzlich löste sich alles, und zwar in den Moment, in dem ich eine genaue Vision bekam, was ich denn mit meiner Heilerlaubnis anfangen könnte. Darüber will ich jetzt gar nicht schreiben – das ist wirklich ein noch ungelegtes Ei. Aber mit einem Bild, wo es hinführen könnte, läuft einfach alles besser als mit “mal sehen”. Mit einem Mal bringt es wieder richtig Spaß zu Lernen und die Frage danach, ob es vielleicht genauer als nötig sei, stellt sich gar nicht mehr.

So, und nun geht es wieder ein Runde an die Lernkartei.

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paranoide Schizophrenie: Beautiful Mind

Darsteller: Russell Crowe, Jennifer Connelly, Ed Harris, Paul Bettany
Regisseur(e): Ron Howard
Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 2002
Spieldauer: 130 Minuten

Eigentlich ist es ja schon ein kleines Sakrileg, diesen Film als einen über Schizophrenie zu empfehlen. Es nimmt die Überraschung im Film. Aber auch, wenn man weiß, dass nicht alles im Film real ist, kann man doch überrumpelt werden. So ganz sicher kann man sich nie sein, und das lässt den Zuschauer ein klein wenig teilhaben an dem Wirklichkeitsverlust. Mehr möchte ich aber nun wirklich nicht erzählen. Lies nicht weiter über den Film, sieh ihn dir einfach an.

Beeindruckend sind auch die schauspielerischen Leistungen. Russell Crowe ist ein beachtlich wandelbarer Schauspieler, aber auch die anderen Rollen sind liebevoll besetzt und bestechen.

Einziges Manko: Ich habe eine James-Horner-Allergie und fand daher den Soundtrack störend.

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Asperger: Der Flug des Phoenix

Darsteller: Dennis Quaid, Tyrese Gibson, Giovanni Ribisi
Regisseur: John H. Moore
FSK 12
Produktionsjahr: 2004
108 Minuten

Nun, dies ist keine cineastische Empfehlung. So wirklich sehenswert ist der Film nicht – wenn da denn nicht Giovanni Ribisi wäre. Für die Handlung des Films ist er einfach nur ein schräger Typ. Wenn man aber genau hinsieht, kann man sehr gut die Symptomatik des Asperger-Syndroms beobachten. Mich hatte es damals sehr beeindruckt, eine psychische Störung im Kino zu sehen, die so gar nicht thematisiert wird.

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Lernkarten-Blues

So allmählich breitet sich in mir ein Gefühl des Unbehagens aus. Das Lernen klappt nicht so wie erhofft. Dass ich jetzt ein paar Tage lang mit einer Erkältung das Sofa gehütet habe, lasse ich mir anscheinend nicht recht als Entschuldigung durchgehen – der Frust bleibt. :(

Probleme habe ich mit meiner schönen Lernkartei. Es ist so elendig aufwändig, die Karten zu schreiben. Es kommt mir fast wie eine Strafarbeit vor.

Also habe ich mir die fertigen Lernkarten von Mery bestellt, gemeinsam mit dem dazu passenden Lehrbuch. Das sind schöne Karten und es sind einige dabei, die ich nie und nimmer so geschrieben hätte – von daher ein voller Erfolg. Ausgesprochen irritierend finde ich das merkwürdige Format ziemlich in der Mitte zwischen DinA8 und DinA7. Was soll denn das? Die Lernbox muss dann A7 haben und die Karten schlackern dann eben.
Mit den Karten arbeitend habe ich festgestellt, dass ich zum gleichen Kapitel erheblich mehr Karten geschrieben hatte. Also setzte ich mich dran, herauszufinden, ob ich aus reiner Perfektion zu viele Karten schreibe, oder ob mein Vorgehen sinnvoll ist. Leider, leider stellte ich fest, dass ich nicht nur eine umfassendere Kartei erstelle, sondern gerade deswegen eine bessere. (Die andere Möglichkeit hätte mich Geld gekostet, aber mir viel Arbeit gespart.) Ich brauche die Begriffe kleinschrittiger und präziser. Außerdem besteht die Antwort bei Mery oftmals aus einer Bleiwüste von Text, Aufzählungen im Fließtext statt als Listen und es sind häufig viel zu viele Informationen in der Antwort erhalten.

Also schreibe ich doch lieber meine Karten selbst. Schade.

Zu dem Buch kann ich noch nichts sagen – ich will erst den Koeslin zu dem Kapitel durcharbeiten, ehe ich mit dem Buch von Mery anfange.

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Lernkartei

Ich arbeite im Moment mit einer Lernkartei. So ganz sicher bin ich nicht, ob ich das beibehalten werde, denn es ist zeitaufwändig, die ganzen Karten zu schreiben, die ich brauche, um sie dann irgendwann mal lernen zu können.

 

Natürlich gibt es auch fertige Kartensätze zu kaufen, z.B. den hier, der tatsächlich den gesamten Lehrstoff für den HPP umfassen soll.

 

 

 

Aber der Trick an einer Lernkartei ist ja eben auch, dass man die Karten selbst schreibt. Wenn ich es schaffe, die Informationen in so kleine Portionen zu verteilen, dass sie auf die Karte passen und jeweils nicht mehr als 7 kleine Wissens-Bissen enthalten (Die 7 ist lernpsychologisch eine magische Zahl…), dann habe ich den Stoff auch wirklich verstanden.

Ich benutze DinA6-Karten (Postkartenformat), weil die groß genug sind, erstmal auch mehr Informationen aufzunehmen. Um das auf 7 herunterzubrechen, brauche ich manchmal ein Weilchen. Außerdem kann man bei der Größe auch mal eine Skizze machen oder eine Abbildung ausdrucken und aufkleben.

Ich habe eine ausführliche Anleitung für das Lernen mit einer Kartei gefunden, die sich allerdings auf Vokabeln bezieht. Aber das umzumünzen auf HPP dürfte nicht schwer fallen. Siehe hier.

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Zeitplanung

In Schleswig-Holstein wird immer Ende August geprüft. Von jetzt bis zur Prüfung sind es 40 Wochen. Realistisch gerechnet kann ich etwa 9 Stunden pro Woche für den HPP arbeiten, ohne auf dem Zahnfleisch zu gehen. Zuzüglich das abendliche Gucken von Filmen, das ich mir fest vorgenommen habe. Eigentlich muss man mindestens 25% Puffer einrechnen für Krankheiten, Spontanurlaube und Null-Bock-Phasen. Ich habe aber bis zur Prüfung einiges an arbeitsfreier Zeit vor mir, sodass ich mein HPP-Pensum in diesen Zeiten vervielfachen könnte. Das dürfte an Zeitreserve reichen.

Wenn ich denn von 40 Wochen à 9 Stunden ausgehe, komme ich bei 360 Stunden Gesamtlernzeit heraus. Das ist nicht allzu großzügig gerechnet. Zum Vergleich: Fernschulen wie ils oder sgd rechnen mit 6-9 Stunden die Woche für 15 Monate und also mit 400-600 Gesamtlernzeit. Da läge ich mit 360 Stunden deutlich drunter.

Wenn ich 16 Kapitel in 32 Stunden lese und das gleiche Thema jeweils in einem anderen Buch nochmal lese (+16) und die Themen dann in 120 Stunden ausarbeite, dann habe ich mir in etwa 150 Stunden den Stoff angeeignet.
Es blieben rund 200 Stunden für Wiederholungen, Ergänzungen, allgemeines Chaos und einen Crashkurs zur Prüfungsvorbereitung. Klingt machbar. Ehrgeizig, aber machbar.

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Früherkennung für Alzheimer

Alzheimer kann man an der Nasenschleimhaut erkennen, lange ehe Symptome auftreten. Wenn das keine Neuigkeit ist! Siehe hier.

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Der Arbeitsplatz

Eigentlich bin ich immer erstaunt, wie ähnlich sich die Empfehlungen zum Einrichten eines Arbeitsplatzes sind. Und überhaupt: Wieso ein Arbeitsplatz?! Ich habe mehrere und das ist gut so.

Wenn ich ein Kapitel durcharbeite, dann mache ich das am Schreibtisch: ganz arte legis mit Beleuchtung von links (da ich Rechtshänderin bin), Keilkissen auf dem Stuhl, Teebecher im Regal, Hund hat sich frustriert und beleidigt verkrochen.

Wenn ich lese, um einen Überblick zu bekommen oder um zusätzliches zu lesen, dass eben nur gelesen, aber nicht gepaukt werden muss, dann mache ich das auf dem Sofa: Beine hochgelegt, Teebecher in der Hand, Hund auf den Füßen.
Im Sommer findet diese Art von Lernen bei mir häufig draußen statt. Ein Strandkorb ist ein extrem geeigneter Ort dazu. Luft und Licht tun mir gut und verlängern meine Aufmerksamkeitsspanne deutlich.

Ich finde einen passend eingerichteten Arbeitsplatz ungemein wichtig. Aber was passend ist, kann kein Buch über Arbeitsplätze sagen (obwohl sie durchaus Quellen der Inspiration sein können), sondern es ist eine grundlegende Lernaufgabe, herauszufinden, wie und wo man am besten lernen kann. Meine Arbeitsplätze sind genauso, wie ich sie gern hätte. Bis auf den Stuhl – aber da hoffe ich auf den Weihnachtsmann.weihnachtsmann-smilies-0042.gif von smiliesuche.de

 

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